Blogparade: die besten Hamburg Tipps

Seit etwas mehr als einem halben Jahr gibt es ein Blog aus Hamburg, bei dem ich nicht einen Artikel verpasse, weil die Blogbetreiberin Kati ständig Orte, Geschichten und Geschäfte aus Hamburg vorstellt, die einfach typisch für diese Stadt sind. Konsequenterweise heißt dieses Blog auch Typisch Hamburch. Interessant hieran ist, dass dieses Blog von einer Quiddje betrieben wird. Aber wie heißt es so schön: entweder man ist in Hamburg geboren oder man fühlt sich als HamburgerIn. Damit sie und wir, ihre Leser, Hamburg noch besser kennen lernen, hat sie zu einer Blogparade aufgerufen: die besten Hamburg Tipps möchte sie von uns wissen. 

Na denn will ich mich doch auch gern beteiligen und meine 2 cts beitragen. Ihre 10 Fragen lauten:

Wo gibt es das beste Fischbrötchen Hamburgs?

Ich weiß, die meisten erwarten jetzt, dass ich Brücke 10 der Landungsbrücken sage. Nein, sage ich nicht. Ich lotse Euch nach Tonndorf. In die Tonndorfer Hauptstraße; denn hier gibt es seit über 80 Jahren das Fischgeschäft Eichrodt, das seit ein paar Jahren von einem portugiesischen Paar geführt wird. Hier gibt es nicht nur den besten frischen Fisch und die besten Fischbrötchen, sondern ab und an auch mal das eine oder andere bekannte Gesicht aus dem Fernsehen zu sehen – in unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Studio Hamburg.

In welchem Hamburger Club steigen die coolsten Parties?

Da muss ich Euch leider enttäuschen, hier gibt es keinen Tipp von mir. Ich bin keine Club-Gängerin.

erl. Reesedamm 2

Von wo hat man den besten Blick auf die Alster?

Vermutlich hat „man“ den besten Blick auf die Alster irgendwo an den Alsterwiesen. Aber ich bin nicht so der Außenalster-Fan, ich bevorzuge die Binnenalster und hier den Blick von der Café-Bar Wien auf einem umgebauten Alsterdampfer am Ballindamm.  Noch lieber aber sitze ich auf den Stufen am Rathausmarkt runter zur Kleinen Alster und beobachte die Schwäne oder schaue zu, wie sich ein Alsterdampfer durch die Rathausschleuse quetscht.

Rathausschleuse Alsterdampfer 1

In welchem Park chillt Ihr am liebsten?

Die Antwort mag jetzt vielleicht für Nicht-Kenner Hamburgs ungewöhnlich klingen; Hamburger hingegen werden es nachvollziehen können, dass meine Antwort lautet: auf dem Ohlsdorfer Friedhof, dem größten Parkfriedhof Europas, der so unendlich viele wunderschöne Grünanlagen und Wiesen an Seen bietet, dass ich hier so richtig abschalten kann und den Kopf regelrecht frei bekomme.

In welcher Hamburger Kneipe gibt es die geilsten Club-Konzerte?

Siehe meine Antwort zu den Club-Parties

Wo kann man in Hamburg am besten shoppen gehen?

Hmmh … schwierige Frage; da es stark davon abhängig ist, was ich einkaufen will. Wenn ich vorher genau weiß, was ich will, dann gehe ich in die Mö. Zum bummeln und Schaufenster gucken in gemütlicher Atmosphäre habe ich für mich die Fußgängerzonen Bergedorfs entdeckt. Ich finde es dort lauschig, es gibt mir das Gefühl, in einer völlig anderen Stadt zu sein und vor allem ist es hier nicht so gehetzt. Es geht ruhiger zu.

Welches Hamburger Event darf man auf keinen Fall verpassen?

Event ist ja zumeist mit Großveranstaltung gleichzusetzen und da tue ich mich etwas schwer mit, weil die Großveranstaltungen irgendwie alle gleich sind. Menschenmassen drängeln sich an Champignonpfannen-Verkaufsständen vorbei und wenn man Glück hat, merkt man an irgendeinem Schild, ob man sich nun auf dem Hafengeburtstag, dem Alstervergnügen, dem CSD oder Marathon oder was weiß ich, befindet. Schlagermove mag ich eigentlich sehr gern – aus der Ferne am Rand, weil es einfach schön ist, die Lieder aus der Jugend ohne das Gefühl haben zu müssen, es sei peinlich, sie zu kennen, mitsingen kann. Leider beobachte ich seit ein paar Jahren, dass es heutzutage scheinbar nur noch drum geht, wer als erster betrunken ist – eine Entwicklung, die mir so gar nicht gefällt.

Nein, als Veranstaltung, die ich nicht missen möchte, möchte ich hier den Maskenzauber nennen, den Venezianischen Karneval in Hamburg.

Wo in Hamburg lässt es sich im Sommer am besten baden?

Ich war neulich erstmalig an der Badestelle Finkenriek in Wilhelmsburg – dort darf man zwar nicht schwimmen aufgrund der heftigen Strömung, aber wenn man sich wie ich zum Abkühlen in die Elbe stellt, dann geht es. Ich mag diese überlaufenen Ecken nicht, sondern fahre lieber (wenn ich nicht an der Ostsee bin) an der Elbe entlang, bis ich ne nette Ecke entdecke.

Wo ist der beste Platz mit Blick auf den Hamburger Hafen?

Auch hier kommt es auf die Stimmung drauf an. Wenn ich das Panorama in mich aufnehmen will, nur die Stimmung und den schönen Blick genießen will; dann gibt es für mich nur einen Platz: der Elbstrand neben den Musical-Theatern; denn dieser befindet sich genau gegenüber der Landungsbrücken, man ist aber nicht in dem Trubel drin.

Strand Musicaltheater

Oder auf der Baakenhafenbrücke. Dort zu sitzen und auf die HafenCity mit dem Cruise-Terminal bei Sonnenuntergang zu sitzen, ist unglaublich schön.

Warum ist Hamburg für Euch die schönste Stadt der Welt?

Naja, das mit „der Welt“ lasse ich mal außen vor, es gibt sicherlich auch andere Orte, die ihren Reiz haben. Aber ich für mich kann mir nicht vorstellen, jemals aus Hamburg wegzuziehen. Hier bin ich geboren, hier bleibe ich. Aber zum „warum“: Hamburg ist eine Millionenstadt und dennoch ein Dorf. Man kann die quirlige Hektik aufnehmen oder aber in seinem ruhigen Viertel bleiben und den dörflichen Charakter kultivieren.

Hamburg ist unglaublich vielfältig, es hat sehr, sehr viele Touristenecken, hat aber gleichzeitig wunderschöne Perlen, die meist nur denjenigen bekannt sind, die in dieser Umgebung leben. Siehe den kleinsten Leuchtturm Hamburgs, die Bunthäuser Spitze.

Interessant finde ich auch immer wieder die Feststellung, dass die Alster scheinbar immer noch ein trennendes Element ist. Wohnt man auf der östlichen Seite der Alster, bewegt man sich zumeist „auf der rechten Kartenhälfte Hamburgs“ und eben unten quer an der Elbe. Wohnt man auf der westlichen Alsterseite, verbringt man eher seine Zeit dort. Und so kommt es (vorausgesetzt, die Arbeitsstelle befindet sich in der gleichen Hälfte) immer wieder vor, dass nordöstliche Bewohner in den quirligen Stadtteilen Altona, Ottensen, Schanze & Co relativ verloren sind und umgekehrt die Ruhe des Nordostens verwirrend auf die Bewohner der kultigen Stadtteile wirken.

Was noch sehr schön ist an Hamburg? Dass jeder Stadtteil – selbst wenn er als noch so problembehaftet gilt – wunderschöne Grünoasen und Ecken bietet. Es gibt nicht den hässlichen Stadtteil. Mittlerweile bin ich hier so viel rumgekommen, ich habe schöne und weniger schöne Ecken gesehen – dies aber über alle Stadtteile verteilt.

Oder einfach ausgedrückt: An der Alster, an der Elbe, an der Bill, da kann jeder eener moken, wat er will

Ich danke Kati für diese schöne Blogparade, die noch bis zum 31. August läuft – macht doch so wie auch die Knightlyart mit. Wenn Ihr abseits des Themas noch einen weiteren Anreiz zur Teilnahme benötigt: die Blogparade ist auch mit einem Gewinnspiel verknüpft.

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6 Gedanken zu „Blogparade: die besten Hamburg Tipps

  1. Pingback: Aufruf zur Blogparade: Die besten Hamburg Tipps | Typisch Hamburch

    1. kurzundknapp Artikelautor

      Danke – und wie schön, dass ich nicht allein bin mit meiner Vorliebe für den Ohlsdorfer Friedhof

      Antworten
  2. Pingback: Leuchtfeuer Bunthaus | meyrose

  3. Pingback: Warum Hamburg die schönste Stadt der Welt ist? Darum! | Typisch Hamburch

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