#cdc14 – ich war dabei

Nachdem ich im November letzten Jahres zum ersten Mal auf einem Barcamp war, hatte ich für mich festgestellt, dass mir diese Art „Unkonferenz“ absolut zusagt und ich unbedingt wieder hingehen muss. Daher hatte ich mich auch für das Carpediemcamp angemeldet

Das Carpediemcamp beschreibt sich in seiner Ausrichtung wie folgt:

Dieses Barcamp richtet sich an alle Lebensoptimierer, Aufsteher, Tagenutzer, an
aufgeschlossene Menschen mit dem Mut zur Innovation und zum Wandel und dem
Willen zu Handeln. Es versteht sich, dass sich die hier erarbeiteten und vorgetragenen Ideen sich nicht nur innerhalb von Organisationen und Unternehmen, sondern auch innerhalb der Familie umsetzen lassen.

Bevor ich mit meiner Zusammenfassung beginne, möchte ich mich auch an dieser Stelle nochmals sehr herzlich bei den drei Organisatoren bedanken: Silke, Jane und Stacho.

Tag 1

In den ehemaligen Räumlichkeiten der Intosite (mittlerweile sind sie ins Haus gegenüber umgezogen), die auch gleichzeitig als Raumsponsor fungierten, fand das Carpediemcamp statt und war für die Teilnehmerzahl wie gemacht. Ein großer Raum für das Networking, Sessionplanung und Verpflegungsaufnahme sowie zwei Konferenzräume. Und so begann der Morgen mit einem gemütlichen Klönschnack bei mehr als reichhaltigem Frühstück, um gleich danach in die Vorstellungsrunde und Sessionplanung überzugehen.

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Die Auftaktsessions „Office Yoga“ und „Wellness durch Ethik“ habe ich nicht besucht, ich habe für mich entschieden, den Morgen mit Networking zu beginnen und bin zu der Session „Lean Canvas“ von Christiane eingestiegen

und Andrea hat diese Session in einer tollen Sketchnote zusammengefasst:

 

Und weil ich diese Sketchnote so toll fand, habe ich mir für den zweiten Tag gleich eine Session hierüber gewünscht (und bekommen) :-) Dann war erstmal Pause für das Mittagessen und weiteres Networking und danach bin ich so richtig eingestiegen.

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„Die 4 Freebies“, vorgestellt von Andrea, war dann die erste Session nach dem Mittagessen, die ich besucht habe. Da ich mich mit „Second life“ so gar nicht auskenne (aber ich war zum Glück nicht allein mit dieser Lücke), musste sie etwas ausholen, um uns zu erklären, worum es hier überhaupt geht und hat dies am gleichen Abend denn noch verbloggt. Danke für diesen prompten Service.

Weiter ging es mit dem Thema „Resilienz“, vorgestellt von Nicole und bei dieser Session habe ich so einiges für mich mitgenommen. Fall down seven times, get up eight – bislang war Resilienz für mich lediglich ein Schlagwort – Management des Unerwarteten – so richtig was anfangen konnte ich damit nicht. Aber dieses Beispiel von dem Blatt einer Pflanze, das man in der Hand zerknüllt, dann die Hand wieder öffnet und das Blatt richtet sich wieder in seinen Urzustand zurück … das war der Aha-Moment für mich. So habe ich dann auch verstanden, warum diese 7 Säulen der Resilienz für Change-Prozesse wichtig sind: Optimismus / Akzeptanz / Lösungsorientierung / Opferrolle verlassen / Verantwortung übernehmen / Netzwerkorientierung / Zukunftsplanung   Session ResilienzSchon voller Eindrücke und immer mit dem Gedanken im Kopf „wie behalte ich das nur alles?“ ging es dann in die nächste Session, diesmal gehalten von Silke: „Das Phänomen Gustav Gans“

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Du „hast“ Gedanken, aber du „bist“ nicht deine Gedanken! Diese kannst du verändern! Aber: du solltest dich ihrer bewusst sein! Was kann ich tun, um mehr Kraft zu gewinnen, voran zu kommen, meine Wünsche zu ermöglichen? Man muss loslassen, sich eingestehen, dass man nicht alles erwarten kann und achtsam mit sich und der Welt sein.  Du ziehst nicht an, was du willst. Du ziehst an, was du BIST. Daher: befreie dich von deinen negativen Gedanken. Und für das WIE hat sie uns auch gleich eine schöne Methode vorgestellt: die hawaiianische Vergebungslehre des ho’oponono: Session Silke Hawaiianische LehreI love you / I’m sorry / Please forgive me / Thank you. Diese relativ einfachen vier kurzen Sätze geben dir die Macht der Vergebung und man spürt, nachdem man sich selbst diese Sätze innerlich vorsagt, eine innere Ruhe und wird ausgeglichener und positiver und strahlt auch dieses Positive aus. Toll. Das finde ich so sehr interessant, da werde ich mich auf jeden Fall einlesen.  

Tag 2   Der zweite Tag heute war für mich vollgepackt mit Sessions. Nach dem leckeren Frühstück, der Vorstellung und der Sessionplanung   Sessionshieß meine erste Session, an der ich teilgenommen habe: Toleranz durch Ungleichheit – ungleich sind die Stunden. Dieses Zitat von Goethe hängt im Museum für Völkerkunde, in dem Isabel arbeitet und jeden Tag dran vorbeikommt und uns an einem Alltagsbeispiel gezeigt hat, was genau das bedeutet: Wir sind nicht nur äußerlich ungleich, sondern auch innerlich. Jeder nimmt die Welt anders wahr, was in Alltagssituationen leicht zu Streits führen kann. Als Beispiel: in einer Beziehung findet der eine Partner, dass dringenst der Staubsauger über den Teppich fahren müsste, der andere Partner aber sieht keinen Grund dazu, weil er es einfach nicht so wahrnimmt wie der andere Partner. Ist dies ein Grund, um einen Streit vom Zaun zu brechen? Nein! Aus der Ungleichheit, der man sich bewusst werden muss, muss man versuchen, eine Toleranz zu bilden. Ein probates Mittel, um die Toleranz zu bilden ist, visuelle Brücken zu bauen. Miteinander besprechen, was dem anderen helfen könnte. Als Beispiel: dem eher nachlässigen Partner aufschreiben, welche Aufgabe zu erledigen ist. Es bringt also nichts, sich über Dinge aufzuregen, sondern man muss sich bewusst werden, dass der andere die Dinge anders wahrnimmt! Er ist ungleich zu dir!   Das war der perfekte Auftakt!  

Weiter ging es mit (Selbst-) Erkenntnisse durch Zahlen. Mit Quantified Self & Life Modding zum besseren Ich? vorgestellt von Arne. „Self knowledge by numbers“ – finde ich für mich sehr interessant. Vor allem der Schrittzähler; denn sei mal ehrlich: man sollte rund 10.000 Schritte am Tag zurücklegen. Gefühlt würde ich sagen: ja, das schaffe ich. Aber ist dem auch so? Wo könnte ich noch etwas verbessern, mich optimieren? So ein kleines Gerätchen („device“) kann da sehr hilfreich sein. Arne hat uns dann die verschiedenen Möglichkeiten vorgestellt, wie man sich selbst „messen“ kann und welche Einsatzmöglichkeiten es gibt. So auch die mir bislang unbekannten Möglichkeiten des Schlaftrackings (gibt es beispielsweise Geräusche wie vorbei fahrende Autos, die unbewusst meinen Schlaf stören, ich also bewusst nicht wahrnehme, dennoch morgens „wie gerädert“ aufwache?), Körpertracking über Gewicht, Ernährung oder Bewegung, Umwelttracking, Location Tracking, Email-Gewohnheiten, Haustier-Tracking (Halsband mit Device – interessant v.a. wenn der Hund tagsüber von einem Hundesitter betreut wird: hat er wirklich die benötigte und gewünschte Bewegung?), Sport-, Lifestyle, Food und und und. Ein wirklich interessantes Thema, das die Andrea wieder in einer schönen Sketchnote zusammen gefasst hat:    

Beschwingt ging es dann zum Kanban, einer Methode zur Visualisierung von Abläufen oder Projekten, wobei jeder einzelnen Aufgabe eine Karte zugeordnet wird. Vorgestellt haben uns diese Methode Frank und Nicole – wobei sich mir die Funktionalität und Genialität dieser Methode nicht wirklich erschlossen haben. Da aber so viele Teilnehmer so begeistert von Kanban gesprochen haben, muss ich direkt nochmal nachlesen, was genau sich dahinter verbirgt. Vielleicht bringt es mir in meinem täglichen Arbeitsalltag auch Erleichterung?

Kan-Ban

Und dann war es Zeit für mein persönliches Highlight: Die Praxisübung Sketchnotes von und mit Andrea und den Eight Essentials.  Wir bekamen jeder ein Blatt Papier sowie einen dunklen und einen hellen Stift und waren aufgefordert, diese Session zu visualisieren, während sie uns die Essentials nahegebracht hat und wertvolle Tipps gegeben hat. Juhuu und hier ist sie nun, meine allererste Sketchnote eben von genau dieser Session:

Sketchnotes Meine erste

und die unserer Teilnehmergruppe:

Sketchnotes Teilnehmer

Auf jeden Fall werde ich mich mit diesem Thema genauer beschäftigen, eine Sitzung oder ein Gespräch visuell zu protokollieren ist für mich ein neuer Ansatz, der mich brennend interessiert.

Mein Fazit: dieses Carpediemcamp hat mich absolut begeistert. Wie gesagt, es war erst mein zweites Barcamp, stellte aber das krasse Gegenteil hinsichtlich der Teilnehmerzahl zu meinem ersten Barcamp dar. Wir waren so zwischen 30-40 Teilnehmer, aber so waren dadurch auch intensivere Gespräche möglich, weil man sich einfach mit jedem unterhalten konnte und das schönste Moment war immer:

„ach, DU bist das ….“

weil man sich zumeist nur lesend via Twitter oder von Blogs kennt. Ich habe mich daher gefreut, so viele Menschen endlich persönlich zu treffen, die mich schon lange auf Twitter begleiten.

Schaut doch einfach mal beim Hashtag #cdc14 nach – hier findet Ihr unsere gesammelten Eindrücke vom Carpediemcamp.

Aber ein Barcamp wäre nicht möglich, gäbe es keine Sponsoren und so gilt mein und unser Dank den Sponsoren

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FÜR SIE, die mit ihrer Initiative „Deutschland entspann dich“ und ihren Räumlichkeiten bei der intosite das Barcamp unterstützt 
 
 
Heiko Wohlgemuth von der InternetServiceAgentur.com
 
Stefanie Winklmeier von Winklmeier Consulting 
 
Black Delight Kaffeerösterei, für den wunderbar leckeren Kaffee
 
Vita Coco Coconut Water erfrischt uns mit seinem leckeren Kokosnusswasser
der Lieferdienst Biobob, der uns mit frischem Obst aus ökologischem Anbau versorgt hat. 
 
Adecco Deutschland unterstützt das carpe diem-Barcamp mit einer Sachspende. 
Franke Versicherungsmakler hat die Veranstaltung versichert! 
Dem Event-Fotografen Malte Klauck von Hamburg Fotografiert 
Das leckere vegetarische Mittagessen wurde geliefert von Meyer’s Partyservice

See you next year!

 

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7 Gedanken zu „#cdc14 – ich war dabei

  1. Pingback: Carpediemcamp meets LifeModding - LifeModding

    1. kurzundknapp Artikelautor

      Hi, Arne, vielen Dank nochmals für deine interessante Session. Deinen Bericht habe ich gerade gelesen und auch prompt geteilt, weil er mir so gut gefallen hat.
      Viele Grüße
      Sabine

      Antworten
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