Großartiges #bchh14

Mega GutWochenlang habe ich mich drauf gefreut und nun sind die 2 Tage des Barcamp Hamburg schon wieder vorbei. Nachdem ich im letzten Jahr erstmalig am #bchh (Barcamp Hamburg) teilgenommen habe, hatte ich mir für dieses Jahr vorgenommen, mich noch aktiver einzubringen und sogar selbst eine Session anzubieten. Und: ja, ich hab’s getan. Dazu aber gleich mehr.

Was ist ein Barcamp?

Im Prinzip ist es eine Veranstaltung, auf der sich Menschen intensiv in Diskussionen, bei Präsentationen und Interaktionen austauschen. Jeder, der irgendetwas beizutragen hat, ist herzlich willkommen, sich einzubringen. Sei es durch eigene Vorträge oder durch aktive Diskussionsteilnahme. Ein Barcamp lebt davon, die Erfahrungen zu teilen, also aktiv darüber zu bloggen, zu twittern, Fotos zu teilen etc. Erst am eigentlichen Veranstaltungstag wird der Ablaufplan erstellt (der Sessionplan) und man entscheidet dann, welche Präsentation (Session) man besuchen will. Es gibt keine Zuschauer, sondern Teilnehmer, da der Austausch im Vordergrund steht. Die zeitlichen Vorgaben sind grob so gestrickt, dass 30 Minuten für die Präsentation vorgesehen sind und 15 Minuten Diskussionszeit. Es kann aber auch vorkommen, dass kaum präsentiert, sondern nur diskutiert wird.

Tag 1, Freitag

Wie schon vorab angekündigt, ich habe mich getraut und habe eine Session angeboten, da ich ja im letzten Jahr gesehen habe, dass es überhaupt keine Schande ist, wenn sich die Arme nicht heben, die Session also nicht angenommen wird. Man hat also überhaupt nichts zu verlieren und – wie schön für mich – es hoben sich tatsächlich ein paar Arme, so dass auch ich mich in den Sessionplan für einen der kleinen Räume eintragen konnte.

Da ich im letzten Jahr gelernt habe, dass man nicht jede Session „mitnehmen“ muss, sondern auch gern mal eine für sich auslassen sollte, um mit anderen Teilnehmern auch mal in den persönlichen Dialog zu kommen, habe ich am Vormittag nur die Session „Google+ ist nicht tot“ vom @tmmd besucht.

Warum ausgerechnet diese Session über Google+? 

Weil der @tmmd und auch ich wohl der beste Beweis sind, dass Google+ eben nicht tot ist. Gut, ich habe nicht ganz die Anzahl der Kreislinge wie Torsten, aber 1.518 Personen, die mir folgen und bis heute für 2,45 Mio. Aufrufe gesorgt haben, zeugt nicht unbedingt dafür, dass dieses Netzwerk tot ist. Torsten hat auf den Kardinalfehler hingewiesen, den die meisten User bei neuen Netzwerken machen: sie folgen genau den Leuten, die sie schon von anderen Netzwerken (Facebook und/oder Twitter) kennen und sehen demzufolge die gleichen Inhalte. Also sagen sie sich, dass ihnen dieses Netzwerk nichts Neues bringt und die Absprungsrate ist sehr hoch. 2_Google+

Sein Tipp daher: die Inhalte variieren, d.h. die unterschiedlichen Netzwerke für unterschiedliche Themen nutzen – oder mindestens, wenn es sich um Blogberichte handelt, mit anderen Teasern versehen. Ich gehe mal davon aus, dass Torsten seinen Vortrag noch veröffentlicht; denn ich möchte jetzt nicht alles wiederholen – es ist sein Auftritt.

Da das Barcamp unter dem Motto Eat – Share – Love steht, darf das Essen natürlich nicht zu kurz kommen. Was allerdings nicht möglich ist; denn wer auf dem Barcamp Hamburg nicht mindestens 2 Kilo zunimmt; der ist von lauter Sessionhopserei nicht zum Essen gekommen. Das von den Kantinenbetrieben der Otto Group, dem Kochwerk, angebotene Essen ist so reichhaltig und so lecker, man könnte die zwei Tage ständig nur Essen. Demzufolge steht jetzt kurz das Mittagessen im Vordergrund:

3_Mittag 1_Fotor_Collage

Gut gestärkt ging es weiter; denn der nächste Tagesordnungspunkt bei mir war:

Meine eigene Session

In meiner Session habe ich die Geschichte, den Werdegang meines Blogs über Hamburgs Brücken vorgestellt. Von der Idee über die erste Blogversion, der Wechsel zu WordPress.com, das Einbauen von Verbesserungsvorschlägen, zur selbst gehosteten Seite mit nun eigener Adresse und schließlich der Vorführung des Beitrags, den der NDR für die Sendung Nordtour über mich gedreht hat.

von der Mücke zum Elefanten – Created with Haiku Deck, presentation software that inspires

Zum Fernsehbeitrag über Hamburgs Brücken geht es ➜ hier entlang. Die hier eingebundene Präsentation, die ich mit Haiku Deck erstellt habe, habe ich zwar in der Form nicht gehalten, sondern stattdessen die entsprechenden Blogseiten gezeigt, aber der Ablauf ist der gleiche. Wir waren nur ein kleiner Teilnehmerkreis, dafür aber war die Diskussion umso intensiver und ich bin froh, dass ich mich getraut habe, eine Session anzubieten.

Im Anschluss an meine eigene Session, habe ich mir erst einmal wieder eine Pause „gegönnt“, um mir danach die Gadgets Galore vom @textformer anzuschauen. Hier zeigte er uns schon umgesetzte Gadgets und auch solche, die sich noch in der Planungs- oder Kickstarterphase befinden. Zum Teil Dinge, die die Welt nicht braucht. Interessant war es dennoch.

Nach der Gadgetschau habe ich mir dann die Gewinnsession vom @TomTowr angesehen. Thomas hat hier die volle Breite und Größe des großen Präsentationsraumes ausgenutzt und unter Einbeziehung seiner Zuschauer über seine Gewinnspielerfolge berichtet.

Seine Hauptgewinne, die er erzielen konnte, sind schon beeindruckend; aber ich glaube kaum, dass einer seiner Zuhörer im Raum die Bereitschaft und die Mittel hätte, solch aufwendige Videoproduktionen anzufertigen. Dennoch war es ein interessanter Einblick.

Highlights des Abends: Powerpoint Karaoke und Nerdblatt

Im letzten Jahr habe ich mich bei meiner ersten Barcamp-Teilnahme unglaublich geärgert, zu früh den Ort verlassen zu haben. Ich dachte damals, nach Beendigung der letzten Session wäre der Abend zu Ende. Aber Pustekuchen: Das Beste kommt zu Schluss; die schon legendären beiden Punkte mit garantiertem Lacherfolg.

Powerpoint Karaoke? Ist einfach nur genial. Hier muss irgendjemand aus dem Publikum auf die Bühne und ein Zufallsgenerator schmeißt eine x-beliebige Präsentation an die Wand und nun heißt es, hierzu einen Vortrag zu halten. Was der @bastianoso aus dem vorgegebenen Wirbelkörper-Thema gemacht hat, war der absolute Knaller – das ist etwas, über das wir noch in den kommenden Jahren sprechen werden. Aber genauso wie über die Präsentation von Johann, der das Thema „Rauchen“ erwischt hat. Was ja nichts Ungewöhnliches ist; wäre Johann nicht erst ca. 10 Jahre alt. Wie ne Rampensau stand er da auf der Bühne und hat das Publikum begeistert. Vor lauter Lachen habe ich aber leider vergessen, Fotos zu machen.

Nerdblatt ist eigentlich Herzblatt; aber eben in unterhaltsam. Einfach gut, einfach lustig – und Kult. Vor allem der @praetorius als Susi hatte die Lacher auf seiner Seite.

Tag 2, Sonnabend

Wie es nicht anders sein konnte, begannen die ersten Gespräche bei einem opulenten Frühstück

1_Frühstück 2_Fotor_CollageDie anschließende Sessionplanung verlief etwas schneller als am Vortag und so standen relativ schnell die Sessions für den zweiten Tag fest.

Dass es beim Barcamp nicht nur um digitale Themen geht, merkt man an der Vielfalt der angebotenen Themen und so startete ich in den Tag mit einer entspannten Loom Session, in der uns der @svensonsan zeigte, wie man Loom-Bänder herstellt. 4 Kinder und 4 Erwachsene saßen so einträchtig beisammen und mühten (wir Erwachsenen) sich ab, diese Bänder anzufertigen. Dass es geklappt hat, sieht man hier

3_Loom 1_Fotor_Collage

Anschließend habe ich die Session EBook – Self Publishing besucht; denn schließlich habe ich vor, nach dem Abschluss von Hamburgs Brücken irgendwann ein EBook aus den Blogbeiträgen zu generieren.

Der Aussage von @baranek „Die beste SEO ist der glückliche Leser“ kann ich nur zustimmen und seine Session Besser schreiben fürs Web war wirklich interessant. Er hat hilfreiche Tipps gegeben, wie man mit – frei nach Schopenhauer – gewöhnlichen Worten ungewöhnliche Dinge sagen kann.

Warum das richtige und gute Schreiben so wirklich ist? Man wird wahrgenommen – auch und gerade von Agenturen, die Blogger Relations aufbauen und unterstützen. Djure Meinen, bekannt als @50hz, hat erläutert, wie die Agentur Achtung, für die er tätig ist, mit Bloggern zusammen arbeitet.

Eine Selbstverständlichkeit war es für mich, die Session vom @soustewmartin aufzusuchen; denn er hat in dieser Session von #sobloggthh erzählt, also von uns 11 BloggerInnen, die jeden Mittwoch auf hamburg.de unter der Rubrik So bloggt Hamburg reihum einen Artikel veröffentlichen. Da ich mit meinem Blog über Hamburgs Brücken in diesem Bloggerpool vertreten bin, habe ich teilgenommen und konnte aus Bloggersicht ebenfalls einen Einblick geben.

Bei der anschließenden Feedbackrunde tauschten wir uns über Lob und Kritik aus – wobei es keine Kritikpunkte gab. Das Barcamp Hamburg war wie immer perfekt organisiert und daher erhielten das Orgateam, das Kochwerk und auch Martin Rinow, der für die Technik im Präsentationsraum zuständig war, donnernden Applaus und Standing Ovations.

8_Dank Orgateam

Es war wieder ein großartiges Barcamp, so dass es auch im nächsten Jahr für mich heißen wird: #bchh15 – ich bin dabei!

Yeah! Unbedingt

Da ein Barcamp aber ohne Sponsoren nicht funktionieren kann, gilt der besondere Dank den diesjährigen Sponsoren.

OttoAllryderConradCainemlpachtung!
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6 Gedanken zu „Großartiges #bchh14

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