Tief unten …. und weiter oben

Im November 2013 war ich zum ersten Mal im Internationalen Maritimen Museum in Hamburg – und ich war damals so begeistert – was Ihr gern hier nachlesen könnt – dass ich mir sagte, da gehe ich noch einmal hin. Heute nun war es soweit. Auslöser für mich war die Sonderausstellung „Tief Unten“, die sich zum Publikumsrenner entwickelt hat – kein Wunder, bei dem Aufbau der Ausstellung kann ich dies sehr gut nachvollziehen. 

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Das Maritime Museum erinnert mit dieser Ausstellung an den U-Bootkrieg vor 100 Jahren und auf 300 qm werden zahlreiche Exponate gezeigt, die teilweise aus dem Archiv des Museums stammen, zahlreiche sind aber auch Leihgaben aus Großbritannien, Belgien, Dänemark und Deutschland. Zeitgenössische Propagandaplakate und historische Dokumente sind so auch Leihgaben des National Museum of the Royal Navy in Portsmouth.

Aufgrund des Publikumserfolg ist die Sonderausstellung „Tief Unten“  bis März 2015 verlängert. Ein Besuch, der sich lohnt – wie Ihr anhand nachfolgender Bilder sicherlich ansatzweise nachverfolgen könnt.

Start

Na, dann wollen wir mal eintreten. Ich lasse die Bilder jetzt einfach mal unkommentiert – sie sprechen für sich.

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Besonders beeindruckt hat mich das Symbol der beiden Garderobenständer. Die Zylinder wurden gegen Stahlhelme eingetauscht.

oder dieser persönliche Brief

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Schaute man sich jedes einzelne Exponat an, verbrächte man Stunden allein in dieser Sonderausstellung. Da ich mit meinem Besuch aus Portugal aber noch mehr sehen wollte, haben wir uns „den Rest“ natürlich auch angesehen. Zunächst einmal aber diesmal die Erklärung über den Aufbau des Museums, dessen 10 Etagen in so genannte Decks eingeteilt ist, die wiederum Zwischendecks beinhalten. Schon allein hieran erkennt man, dass man viel, viel Zeit für das Museum benötigt.

Deck 1 – Die Entdeckung der Welt

Hier geht es in erster Linie um die Navigation und die Kommunikation von Columbus und Magellan, die noch mit Kompass und Quadrant ihren Weg navigierten bis zu den modernen Geräten. Und für die Kleinen und Großen gibt es die Queen Mary 2 als Lego-Nachbau.

Deck 2_QM2

Deck 2 – Mit dem Wind um die Welt

Auf Deck 2 wird die Schifffahrt unter Segeln von ihren Anfängen bis ins frühe 20. Jahrhundert erzählt und auf dem Zwischendeck erfährt der Besucher Interessantes über die Piraten.

Deck 2 _ Schiff 1

Deck 3 – Die Geschichte des Schiffbaus

Hier wird die Geschichte des Schiffbaus von antiken handwerklichen Traditionen bis zur modernen Fertigung per Computer- und Lasertechnik widergegeben. Oder wie bei Blohm und Voss im Dock 8 ein Containerschiff gebaut wird.

Deck 4 _ Blohm und Voss Dock 8

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Deck 4 – Dienst an Bord

„Leben an Bord, das ist ein Leben in strengen hierarchischen Strukturen, geprägt von Arbeit und Ritualen“ … so steht es im Prospekt des Internationalen Maritimen Museum. So wird auf diesem Deck die Vielfalt der Uniformen und Abzeichen, die Ausrüstung eines Seemanns und Weihnachten an Bord ausgestellt.

Deck 4 _ Uniformen 1

 


Deck 5 – Krieg und Frieden

Ein wundervolles Zitat von Jean Coctreu führt uns in diesen Bereich „Man schließt die Augen der Toten behutsam, nicht minder behutsam muss man die Augen der Lebenden öffnen“. Dieses Deck ist der internationalen Marinegeschichte gewidmet.

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Deck 6 – Moderne Seefahrt

Dampfmaschinen und modernste Antriebe sieht man hier ebenso wie Auswanderschiffe und Kreuzfahrtschiffe. Und auch die Arten der Lagerhaltung.

Deck 7 _ SeaCloud Kabine

Deck 4 _ Maschine Deck 4 _ Maschine 2

Deck 7 – Expedition Meer

Hier geht es u.a. um die Tiefen des Meeres, das Leben am Boden der Ozeane und die Meeres- und Klimaforschung. Aber auch um den Walfang.

Deck 7 _ Harpunen

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Deck 8 zeigt die Marinemalerei und die Schatzkammer

Marinemalerei ist ja nun so gar nicht mein Ding. Ich kann mich an Bildern einfach nicht ergötzen – wenn es keine Fotografien sind. Aber die Schatzkammer ist schon beeindruckend – und hier vor allem (im negativen Sinn) die Knochenschiffe.

Deck 9 _ Knochenschiffe 1

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Auf Deck 9 befindet sich die große Welt der kleinen Schiffe

Von dort habe ich nur ein Bild für dieses Blog ausgewählt – Buddelschiffe gehören einfach in ein Blog über Hamburg. Ansonsten ist diese Filigrantechnik auch „nicht so meins“ und daher habe ich leider keine weiteren Bilder für Euch.

Deck 9 _ Buddelschiffe

EG – der Shop

Wer nun vorher oder nach dem Besuch noch die eine oder andere Devotionalie, den Hamburger Schietwetter-Tee, Kühlschrankmagneten, Kochbücher, T-Shirts, Mützen, Taschen oder Spiele kaufen will der kann sich hier im Erdgeschoss „austoben“.

… und so heißt es auch diesmal für mich: tschüß, bis zum nächsten Mal im

Gebäude

 

Übrigens … wie fast immer so auch dieses Mal: hier habe ich nur eine Auswahl der Fotos hochgeladen. Das komplette Programm ist auf meinem Flickr-Stream zu sehen.

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6 Gedanken zu „Tief unten …. und weiter oben

  1. Ulrike

    Das Maritime Museum ist sehr interessant. Die Ausstellung zu dem Uboot-Krieg werde ich mir nicht anschauen. Das ganze Museum ist sehr militärisch ausgerichtet. Das finde ich schade! Mich begeistern die Abteilungen mit den Entdeckungen der Welt und mit frühen Zeugnissen der Schifffahrt. Auch die vielen schönen Schiffsmodelle sind toll, aber leider auch so viele, dass man von der reinen Zahl schon erschlagen wird.
    Schöne Fotos! Danke dafür!
    LG
    Ulrike,

    Antworten
    1. kurzundknapp Artikelautor

      Moin, Ulrike, ich finde nicht, dass das Museum sehr militärisch ausgerichtet ist. Seekriege gehören für mich für die Schifffahrt dazu und für mich überwiegen die Details, unter welchen Umständen damals die Fahrten durchgeführt wurden.

      Antworten
  2. Claudia

    Moin Sabine,
    danke für die Inspiration. Die Ausstellung scheint sehr interessant zu sein und sollten wir mit auf unser Anguck-Liste nehmen.
    Liebe Grüße,
    Claudia

    Antworten
  3. kurzundknapp Artikelautor

    Liebe Wera,

    ich danke sehr herzlich für diese schönen und lieben Worte und wäre erfreut, fände mein Beitrag in den Social Media Kanälen des Internationalen Maritimen Museums einen Platz.

    Herzliche Grüße rüber in die Speicherstadt
    Sabine

    Antworten

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